Sei authentisch, nicht aufgesetzt! Authentizität im Influencer Marketing

Oktober 8, 2019

18 Jahre jung, Highschool vorzeitig abgebrochen und laut US-Magazin „The Atlantic“ die wichtigste Youtuberin heute. Emma Chamberlain aus Kalifornien hat fast 9 Millionen Abonnenten bei Youtube und 8 Millionen bei Instagram. Wie kann es sein, dass eine junge Frau das Interesse von einer Anzahl an Menschen anspricht, die der Einwohnerzahl der gesamten Schweiz entspricht? 

Be yourself

Die Antwort liegt im simplen Motto: Authentisch sein! Authentizität leitet sich vom griechischen Begriff „authentikos“ ab, was „echt“ bedeutet. Echt heißt den Tatsachen entsprechend und beinhaltet damit Glaubwürdigkeit. Berater haben unzählige Tipps bereit, wie Influencer heutzutage „authentisch“ sein können: Nein sagen, auch wenn dies einen Job weniger bedeutet, Qualitätscontent erstellen, oder ein gutes Maß an organischen Beiträgen und Anzeigen finden. Emma Chamberlain ist ein erkennbares Original – sie verstellt sich nicht und handelt gemäß ihrer eigenen Persönlichkeit.

Der perfekte Match

Nichtsdestotrotz liegt die Verantwortung für Glaubwürdigkeit nicht nur bei Markenträgern, sondern auch bei den Marken und ihren Vermarktern selbst. Acht Millionen Abonnenten können erfolgsversprechend sein. Doch wenn die Marke nicht zum Influencer passt, dann wird die Glaubwürdigkeit fraglich. Wichtig ist, dass Unternehmen eine Strategie entwickeln, die genau identifiziert, welche Plattform und welche Person die Marke authentisch widerspiegeln kann. Passt die Marke nicht zu der ausgewählten Person, hat dies nicht nur Auswirkungen auf das Brand Image. Auch Abonnenten werden das Vertrauen zum jeweiligen Influencer verlieren. Ein Match ist somit auf beiden Seiten erfolgsentscheidend. 

In diesem Kontext kann es eine riesige Hilfe sein mit Experten zusammenzuarbeiten, die ihr Handwerk verstehen. Viele Agenturen haben ein genaues Verständnis davon, was Influencer ausmacht, was sie schätzen, und welches Publikum sie ansprechen. Außerdem müssen Marken und Vermarkter ihre Einstellung dazu ändern, welche Kennzahlen am wichtigsten sind und was Authentizität eigentlich bedeutet. Eine hohe Reichweite ist nicht immer das Nonplusultra. Die Anzahl an Abonnenten steht nicht immer automatisch für Glaubwürdigkeit. Viel wichtiger ist es, Kooperationspartner zu finden, die sich authentisch mit der Marke identifizieren und ein Bild um sie herum aufbauen. 

Vertrauenswürdig und authentisch

Wie stellt man also sicher, dass genau dies geschieht? Die folgenden Fragen helfen bei der Auswahl eines authentischen und vertrauenswürdigen Influencers:

  1. Wird jeder Beitrag von einer anderen Marke gesponsert?
  2. Handelt es sich um rein inszenierte Produktfotos?
  3. Interagieren die Influencer glaubwürdig mit der Marke?
  4. Gibt es ein kreatives Element im dargestellten Inhalt?
  5. Haben Influencer passende Qualifikationen, die den Content widerspiegeln? Ist eine Mode-Influencerin zum Beispiel eine Stylistin oder ein Food-Blogger ein qualifizierter Ernährungsberater?
  6. Sind die Kennzahlen (z.B. Engagements, Impressions, Reach) als Ganzes gleichbleibend gut und glaubwürdig?

Das Wichtigste bleibt jedoch immer noch: Stimmen Influencer und das Publikum mit Ihrer Marke und Ihrer Zielgruppe überein?