LinkedIn vs. Facebook: Was eignet sich besser für B2B-Marketing?

November 19, 2019

LinkedIn ist für das Business. Facebook ist für den Spass. Beide sind personenbasierte Marketing-Möglichkeiten, um ein grosses Publikum zu erreichen. Für welche Option entscheidest du dich als B2B-Unternehmer? Alles, was du wissen musst, wenn du darüber nachdenkst Facebook oder LinkedIn für deine Werbezwecke zu nutzen, findest du in den folgenden Vergleichen.

Nutzergruppe 

Schauen wir uns zunächst die Benutzeranzahl auf jeder Plattform an. Facebook hat weltweit rund 2,38 Milliarden aktive Nutzer, während LinkedIn über rund 260 Millionen verfügt. Interessanter ist jedoch nicht, wie viele Benutzer jede soziale Plattform beansprucht, sondern wie viel Zeit die Benutzer auf der Plattform verbringen. Für Facebook sind es etwa 35 Minuten pro Tag, während LinkedIn-Nutzer nur 17 Minuten pro Monat mit dem Produkt verbringen. 

Kosten

Normalerweise bekommst du mit Facebook mehr für dein Geld. Warum? Es gibt mehr Personen auf der Plattform, die über einen längeren Zeitraum scrollen. Umfangreichere Nutzerbasis + mehr Zeit auf der Plattform = erschwinglichere Werbung, da Facebook mehr Werbung für jeden Nutzer schalten kann, während gleichzeitig ein vernünftiges Verhältnis von Anzeige zu Nutzerpost eingehalten wird. 

Targeting und Lead Quality

Es ist nicht immer unbedingt besser, einen Kanal nur zu nutzen, weil er die günstigere Option in Bezug auf Leadgenerierung darstellt. Bis zu einem gewissen Grad basieren Facebook und LinkedIn auf Benutzereingaben – Dinge, die du über dich selbst sagst. Weil Menschen LinkedIn und Facebook aus verschiedenen Gründen (beruflich vs. persönlich) nutzen, sind Dinge wie Berufsbezeichnungen und Arbeitgeber auf LinkedIn tendenziell aktueller und genauer als auf Facebook. Es ist wahrscheinlicher, dass du auf LinkedIn auf aktive, geschäftsorientierte Zielgruppen triffst. Hinzu kommt, dass ein Benutzer dort eher bereit ist, auf eine „Business“-Anzeige zu klicken. Nichtsdestotrotz: Wenn deine Zielgruppe auf LinkedIn ist, ist sie wahrscheinlich auch auf Facebook und lediglich schwerer zu finden. Um zum Beispiel UX-Designer auf Facebook zu finden, kannst du versuchen, Leute anzusprechen, die sich für Webdesign interessieren. 

Ad Typen

Wenn du Abwechslung suchst, hat Facebook eine Menge zur Auswahl. Allerdings hat LinkedIn zwischen 2018 und 2019 seine Ad Typen kontinuierlich verbessert. Eine der wichtigsten Entwicklungen für LinkedIn sind die mobilen, optimierten Lead-Anzeigen. Achtzig Prozent der Benutzer von LinkedIn sind mobile Benutzer. Daher hat LinkedIn das Erlebnis der Lead-Ads optimiert, um sie mobiler zu machen und hat somit aufgeholt.

Ad Technologie

Wenn es um Ad Technologie geht, hat Facebook gegenüber LinkedIn zumindest vorerst gewonnen. Das liegt zum Teil daran, dass Facebook ein riesiges Unternehmen ist und eine Menge an Daten hat. Facebook nutzt auch viele Clickstream-Daten und markiert basierend auf deinen Aktivitäten deine Interessen. Aber während Facebook weitgehend der Innovator in der Social Media Ad-Technologie ist, hat LinkedIn ein wenig aufgeholt. Die Firma hat Ende 2018 und Anfang 2019 ähnliche Zielgruppen und interessenbezogene Zielgruppen implementiert, was zu mehr Wettbewerbsfähigkeit im B2B-Bereich geführt hat. Die Zeit wird zeigen, wie viel die Verbesserungen gebracht haben. Nichtsdestotrotz bietet Facebook derzeit mehr. 

Wer der Gewinner ist, musst du selbst herausfinden!

Wirst du nur einen Blick auf die Kategorien, sieht es so aus, als wäre Facebook der Gewinner. Wenn es dir am wichtigsten ist, auf eine grosse Benutzerbasis oder eine hohe Anzahl von Interessenten zuzugreifen, dann könnte Facebook der richtige Weg sein. Wenn du dich jedoch mehr auf Lead-Qualität, konzentriertes B2B-Targeting und B2B-optimierte Werbeformen konzentrierst, dann ist LinkedIn die bessere Option.

Dennoch ist die Wahl eines Kanals nur die halbe Miete. Auch wenn Social Media uns hilft, Menschen anzusprechen, die wir zuvor noch nicht erreicht haben, müssen wir am Ende immer noch ein überzeugendes Angebot abgeben. Vielleicht kann es helfen, einen Blick auf unseren Blogeintrag zu werfen, der erklärt, wie B2B Zielgruppen mit Geschäftsinhalten umgehen.