Ein Gefühlskarussell: Wenn Verbraucher auf die Suche gehen

Oktober 16, 2019

Der Mensch ist nicht immer ein rein rationaler Mensch. Oft spielt unser aktueller emotionaler Zustand eine große Rolle bei der Art und Weise, wie wir uns zu einem bestimmten Zeitpunkt verhalten. Für Marketingspezialisten ist es wichtig zu verstehen, dass viele externe Einflüsse den emotionalen Zustand eines potenziellen Kunden beeinflussen können. Dies gilt besonders, wenn Konsumenten auf der Suche nach individuellen Lösungen sind.

Hinweise verstehen

Ist der Kunde konzentriert und befindet sich gerade im Entscheidungsprozess, was den Kauf eines Produktes angeht? Schaut er einfach nur entspannt nach dem Wetter oder liest besorgt die Nachrichten? Es ist nicht immer vorausschaubar, wie der emotionale Zustand eines Kunden zu einem bestimmten Zeitpunkt sein könnte. Aber es ist möglich Hinweise zu verstehen. Mit den richtigen Indikatoren können Vermarkter kreative Suchstrategien entwickeln, um effektiv mit dem richtigen Angebot zur richtigen Zeit zu reagieren. 

Die sechs Verbraucherbedürfnisse

Emotionen sind zweifellos nuanciert und oft einzigartig für ein Individuum. Dennoch gibt es sechs typische Verbraucherbedürfnisse, die Marketingspezialisten ansprechen können. Die Bedürfniszustande der Kunden beeinflussen, wie lang die Suche ist, wie viele Tabs geöffnet sind, auf welchem Gerät gesucht wird und ob Text, Bild oder Videoergebnisse bevorzugt werden. Oft erleben Verbraucher mehrere Emotionen auf einmal. 

Wie genau wirken sich die Bedürfnisse auf das Suchverhalten aus? Die sechs Bedürfniszustände erzeugen jeweils ein spezifisches Verhalten:

  1. Überrasche mich: Die Suche wird unterhaltsam und bringt Spaß. Sie ist weit gefächert und es gibt viele einzigartige Angebote.
  2. Begeistere mich: Ein kurzes Abenteuer, um neue Dinge zu entdecken. Nur ein paar Worte und nicht viel Gebrauch der „Zurück“-Taste.
  3. Beeindrucke mich: Dies führt zu einer stark fokussierten Suche nach bestimmten Phrasen. Es geht darum, den Verbraucher zu beeinflussen und zu gewinnen.
  4. Erziehe mich: Hier vertrauen Kunden der Marke. Es geht um Kompetenz und Kontrolle.
  5. Beruhige mich: Unkompliziert und meist mit Fragen versehen ist diese Suchart auf Einfachheit, Komfort und Vertrauen ausgerichtet.
  6. Hilf mir: Diese sehr praktische Art der Suche bezieht sich höchstwahrscheinlich auf Familie oder Standort. Diese Suche ist genau und zielgerichtet. 

Gefühlschaos?

Was passiert, wenn Verbraucher mehr als einen Bedürfniszustand zu einem bestimmten Zeitpunkt aufweisen? Nehmen wir das Beispiel der folgenden Online-Suche: „Typische Garderobe eines CEOs“. Sicherlich wird hier „Erziehe mich“ einbezogen, um nach den richtigen Bekleidungsmarken zu suchen. Gleichzeitig es gibt auch eine große Menge von „Beeindrucke mich“. Dort wird Kleidung gezeigt, die eine Botschaft über Status und Wert vermittelt.

„Beruhige mich“ verdoppelt die zusätzliche Hilfe, die manchmal für ein bestimmtes Produkt benötigt wird. In Branchen wie DIY, Kosmetik oder Handwerk werden nicht nur Produktlisten oder Beschreibungen gezeigt, sondern oft auch Video-Tutorials und Rezensionen. 

Emotionen und Bedürfniszustände ändern sich schnell. Nichtsdestotrotz gibt es eine Reihe an Indikatoren, die zeigen, was Menschen bei der Nutzung der Suche möchten. Es gibt zahlreiche Nuancen, mit denen Marketingspezialisten arbeiten können, um Emotionen anzusprechen. Diese sind für jeden Verbraucher einzigartig. Das Erkennen von Bedürfnissen durch das Suchverhalten und die Anpassung der Ergebnisse hilft Vermarktern, Verbraucherbedürfnisse leichter zu erfüllen. Und je mehr Bedürfnisse Sie lösen, desto mehr Wachstum werden Sie sehen.